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Dauerhaftigkeitsprüfung

Nicht jeder bestehende Kleinkläranlagenbehälter ist noch für die Nachrüstung einer biologischen Reinigungsstufe geeignet. Ob eine alte Mehrkammergrube noch tauglich ist, obliegt hierbei nicht einer „allgemeinen Einschätzung“ durch den Betreiber oder Verkäufer der neuen Klärtechnik, sondern dies ist in den „Zulassungsgrundsätzen für Kleinkläranlagen“ geregelt. Diese Grundsätze gelten für alle Kleinkläranlagenhersteller gleichwirkend und sind im Falle einer Nachrüstung zu beachteten.

Rückprallhammer

Rückprallhammer

Wir sind gehalten, die Betongüte Ihrer Grube zu überprüfen.

Bei Gruben ab dem Fertigungs-/Einbaujahr 1992 und jünger ist davon auszugehen, dass ein Beton höherer Güte verarbeitet wurde. Aus diesem Grunde verzichtet der Landkreis Harburg bei diesen Behältern auf eine Prüfung mit entsprechendem Fachgerät. Voraussetzung ist jedoch, dass keinerlei Betonkorrosion erkennbar ist.

Bei Gruben aus den Jahren vor 1992 kommt ein erhöhter Prüfaufwand auf Sie zu. Hier ist zunächst der Zustand der Grube zu dokumentieren (Fotos). Zusätzlich ist eine Prüfung mit einem Fachgerät (Rückprallhammer) notwendig. Hierfür wird mit dem sogenannten Prallhammer an mehreren Stellen des Behälters ein Schlagtest durchgeführt.

Auf einer Skala am Gerät kann anschließend die Betonfestigkeit abgelesen werden. Hierzu kann es erforderlich sein, die Grube (teilweise) zu entleeren oder aber die Grube von außen an einigen Stellen freizulegen, um an die Grubenwandungen zu gelangen. Bei fortgeschrittener Korrosion (tiefer 2 cm) an den Grubenwänden (ohne Trennwände), Konen oder den Deckenplatten scheidet eine Sanierung aus. Die geforderte Mindestbetondruckfestigkeit von C 35/45 ist nachzuweisen.

Der Rückprallhammer besteht aus einem Federhammer aus Stahl, der nach dem Lösen auf einen Stahlkolben schlägt, der die Betonoberfläche berührt.